Organisatorisches:

Leitung:

Adam Giemza, giemza@collide.info

Termin:

Dienstags 10-16 Uhr

Raum:

LF 120

Erstes Treffen: 08.04.2014, 10 Uhr, LF120

Beschreibung:

Exkursionen sind eine beliebte Abwechslung und Ergänzung zum klassischen Unterricht im Klassenraum. Solche Lernaktivitäten außerhalb des Klassenraums visieren meistens informelle Lernumgebungen wie Museen, Zoos, kulturelle oder historische Stätten an. Der Besuch ermöglicht den Schülern das direkte Erleben von Exponaten, einem historischen Ort oder aber eines technischen Gerätes. Diese Erfahrungen und diese Art des Lernens sind im Klassenraum gar nicht oder nur bedingt möglich, wodurch sich der Mehrwert solcher Ausflüge für Klassen ergibt. Die Verfügbarkeit von GPS-Sensoren und hochauflösenden Kameras in Smartphones ermöglichen immer mehr Nutzungsszenarien im Lernkontext. Gleichzeitig sind diese aufgrund ihrer geringen Größe und der Portabilität sehr gut für das informelle Lernen außerhalb des Klassenraums geeignet. So können sie problemlos zu Exkursion beispielsweise ins Museum mitgenommen und vor Ort für verschiedene Zwecke genutzt werden. Sie können als digitaler Guide den Nutzer anhand vorgefertigter Lernszenarien durch ein Museum führen und dabei die Aufnahme von (multimedialen) Daten (Fotos, Videos, etc.) ermöglichen. Andererseits können Smartphones auch explizit zur strukturierten Sammlung von Daten genutzt werden, um beispielsweise Beobachtungen von Pflanzen im Wald oder Messungen von Gewässern festzuhalten. Typische Folgeaktivitäten solcher explorativen Ausflüge sind die zumeist manuelle und aufwändige Erstellung von Dokumentationen und die Präsentation der Ergebnisse im Unterricht.

Ziel dieses Praxisprojektes ist die Erweiterung und Integration bestehender Apps zur Durchführung von mobilen Lernszenarien mit dem Ziel einer automatischen Generierung von Ausflugsdokumentationen sowie Präsentationen. Dazu sollen Schüler auf Basis von Aktivitätslogs der Smartphone-Apps, der aufgezeichneten Daten und anpassbarer Vorlagen Ihren Ausflug in einer Web-basierten Plattform nachbereiten und in verschiedene Formate (bspw. Wikis, Word, Powerpoint, etc.) exportieren können. Zusätzlich sollen exemplarische Szenarien für die verschiedenen Anwendungen erarbeitet und evaluiert werden.

Die Durchführung beinhaltet eine selbstständige Erarbeitung und Einarbeitung in die Thematik, die Erstellung und Programmierung der beschriebenen Funktionalitäten. Weiterhin ist eine Einarbeitung in die Web-Entwicklung (HTML, JavaScript, CSS, Web-Server – evtl. auch Android-Entwicklung) und in nötige Werkzeuge zur Projektarbeit (z.B. Versionskontrollsystem) notwendig. Das Szenario soll exemplarisch durchgeführt und die Funktionalität durch Nutzertests überprüft werden. Das Projekt beginnt mit einer kurzen Seminarphase, in welcher alle Teilnehmer einen Vortrag zu dem von ihnen erarbeiteten Grundlagen-Thema halten und diesen in einer kurzen Ausarbeitung dokumentieren. Im weiteren Projektverlauf steht vor allem die Arbeit in Kleingruppen im Fokus, zur Koordination gibt es ein wöchentliches Plenum, in welchem auch die Betreuer anwesend sind. Während der Projektlaufzeit wird die Projektgruppe den Stand der Arbeit zweimal vorstellen (Konzept und Produkt). Problematik, Grundlagen, Konzept, Umsetzung und Evaluation des Projekts werden zudem in einem Endbericht festgehalten.