Besuche in Museen beinhalten klassischerweise das Betrachten von Exponaten und Durchlesen von dazugehörigen Beschilderungen mit Erklärungen und Zusatzinformationen. Im Lehrkontext werden Museen häufig verwendet, um einen besseren Eindruck von der Thematik durch aktives und direktes Erleben zu vermitteln. Dabei hängt der Grad des direkten Erlebens nicht nur von der Präsentation der Exponate ab. Zusatzinformationen können weiteres Wissen vermitteln und den Besuchern tiefere Einblicke in die Materie erlauben. Multimediale Informationen zu Exponaten sind hierbei sehr gut geeignet, beschränken sich in der Regel aber auf Video- oder Audio-Material. Noch seltener findet man Simulationen oder interaktive Präsentationen. Dabei bieten sich Museen besonders für diese Art der Anreicherung an, da viele Exponate entweder nicht vollständig vorhanden sind, nicht mehr funktionieren, oder vor den Händen der Besucher geschützt werden müssen. Sind hingegen solche zusätzlichen Medien vorhanden, ist die Nutzung meist auf Einzelpersonen beschränkt und somit für Gruppen ungeeignet. An dieser Stelle kann die Nutzung eines mobilen Gerätes (z.B. eines Smartphones) helfen, multimediale Zusatzinformationen in Form von Videos, Audio-Dateien oder Simulationen unabhängig und direkt einem Benutzer oder einer Kleingruppe zu präsentieren.

Hierzu sollen in diesem Praxisprojekt ein Szenario und die Materialien für die multimediale Anreicherung einer Ausstellung über Spionage und Kryptographie erstellt werden. Dies beinhaltet die selbständige Erarbeitung und Einarbeitung in die Thematik, die Sammlung und Aufbereitung multimedialer Zusatzinformationen, sowie die Erstellung und Programmierung von interaktiven Simulationen. Weiterhin ist eine Einarbeitung in die mobilen Web-Entwicklung (HTML, JavaScript, CSS, Web-Server), in nötige Werkzeuge zur Projektarbeit (z.B. Versionskontrollsystem) notwendig. Im Szenario sollen die Informationen über eine anzupassende, mobile Android-Anwendung und den mobilen Web-Browser den Benutzern über 2D-Codes zugänglich gemacht werden. Das Szenario soll exemplarisch durchgeführt und die Funktionalität durch Nutzertests überprüft werden.

Das Projekt beginnt mit einer kurzen Seminarphase, in welcher alle Teilnehmer einen Vortrag zu dem von ihnen erarbeiteten Grundlagen-Thema halten und diesen in einer kurzen Ausarbeitung dokumentieren. Im restlichen Projekt steht vor allem die Arbeit in Kleingruppen im Fokus, zur Koordination gibt es ein wöchentliches Plenum, in welchem auch die Betreuer anwesend sind. Während der Projektlaufzeit wird die Projektgruppe den Stand der Arbeit zweimal vorstellen (Konzept und Produkt). Problematik, Grundlagen, Konzept, Umsetzung und Evaluation des Projekts werden zudem in einem Endbericht festgehalten.

Sonstige Informationen:

Das Projekt wird im Kontext der Spionage-Ausstellung (http://www.spionage.de/) in Oberhausen am Centro durchgeführt. Dabei sind auch Besuche der Ausstellung eingeplant.

Teilnahmevoraussetzungen:

Voraussetzungen für BAI-Studierende: Für eine erfolgreiche Teilnahme sind Kenntnisse in der Web-Entwicklung für mobile Endgeräte. Java-Kenntnisse und Erfahrungen in der Android-Programmierung sind ebenfalls hilfreich.

Vorausetungen für Komedia-Studierende: wurden in der Informationsversanstaltung erörtert.

Termin


Der erste Termin des Projekts findet am Dienstag, den 16. Oktober 10:00 Uhr im LF 120 statt. Die Teilnahme ist für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer obligatorisch!